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Ausgabe 6, 2009

 

1. August 2009

 

Inhalt

Aktuelle Meldungen. 2

Geheimnisse des Gehirns: "Das Ich steckt in Milliarden Schaltkreisen". 2

Familie und Individualität: Wie das Ich entsteht. 2

Mehr Nervenzellen: Geselligkeit zeigt sich im Gehirn. 2

Muskelmeridiane, Leitbahnsehnen. 2

Impressum.. 2

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

In den bisherigen Ausgaben habe ich mich auf die Philosophie der energetischen Arbeit konzentriert.

Mit dieser Ausgabe möchte ich eine Verbindung erstellen, zwischen dem energetischen Konzept der fernöstlichen Medizin (siehe Ausgaben 2, 3, 4 und 5 im Archiv) und dem neuromuskulären System, das meines Erachtens eine Schlüsselfunktion bei der Speicherung somatoemotionaler Zustände einnimmt.

So spiegelt sich im Bewegungsmuster immer auch der Charakter des Individuums wider: Erkennen wir doch einen Bekannten schon bereits am Gang oder an seiner Haltung. Doch daneben schleichen sich auch Gewohnheiten ein, die, wie ich meine, zu inadäquaten Bewegungen führen können und möglicherweise Auslöser sind für Krankheit und Unwohlsein.

Viel Spaß beim Lesen.


Aktuelle Meldungen

Geheimnisse des Gehirns: "Das Ich steckt in Milliarden Schaltkreisen"

Ist Depression eine Krankheit wie Rheuma oder Diabetes? Mit einer radikalen These sorgt der Psychiater Florian Holsboer für Aufsehen. Moleküle und neuronale Schaltkreise im Gehirn seien für alle psychischen Leiden verantwortlich, sagt er im SPIEGEL-Interview - und spricht über Trauma und Braindoping.


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Familie und Individualität: wie das Ich entsteht

Schützender Hort, strenge Prägeanstalt oder kreative Keimzelle: Was Kinder in ihrer Familie erleben, formt ihre Persönlichkeit. Manchmal wirkt familiärer Einfluss über Generationen. Doch die Prägung ist kein unentrinnbares Schicksal.


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Mehr Nervenzellen: Geselligkeit zeigt sich im Gehirn

Ob jemand kontaktfreudig ist oder nicht, sieht man an Hirnstrukturen: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gesellige Menschen mehr Zellen in zwei bestimmten Hirnregionen besitzen. Nur wissen die Forscher nicht: Ist die erhöhte Zellzahl Ursache oder Folge dieser Eigenschaft?


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Muskelmeridiane & Leitbahnsehnen

In der fernöstlichen Medizin kennt man neben den Meridianen, auf denen die Akupunkturpunkte liegen, auch muskuläre Leitbahnen, die dem Verlauf des zugehörigen Meridians sehr ähnlich sind. Sie werden Leitbahnsehnen genannt.

Ich möchte dies anhand der Leitbahnsehne des Gallenblasenmeridians verdeutlichen. Die Sehne verläuft auf der Außenseite des Körpers und verbindet die Schläfen mit den Fußaußenseiten. Dazwischen befinden sich mehrere Schnittstellen:

·         auf Höhe des Wadenbeinköpfchens

·         auf dem Niveau des Kreuzbeins

·         auf Höhe der Gürtellinie (nicht eingezeichnet)

·         in der Achsel

·         im Bereich der Schläfe

In meiner praktischen Arbeit habe ich häufig mit Problemen innerhalb dieser Leitbahnsehne zu tun. Viele Lendenbeschwerden stehen meines Erachtens im Zusammenhang mit einer Störung dieser Kette[1].

Nach Dr. Masunaga (Psychologe, Shiatsutherapeut), der den Funktionskreisen psychologische Funktionen zugeordnet hat, steht der Gallenblasenmeridian stellvertretend für die Funktion des Entscheidens: Gehe ich nach rechts oder nach links?

Gemeint sind aber nicht die langfristigen Strategien, sondern die alltäglichen Entscheidungen bezüglich kurzfristiger Fragestellungen.

„It is not the life event but the daily hazzles that kill a man!” schrieb der amerikanische Autor Charles Bukowski einmal.

Wenn man den bioenergetischen Ansatz Dr. Hashimotos um den Dr. Masunagas erweitert, dann kann ich mir gut vorstellen, dass sich allerlei (Bewegungs-)Gewohnheiten in der Struktur dieser Leitbahnsehne widerspiegeln.

Jeder kennt doch die Situation, in der man sich zu etwas durchringt, es irgendwie möchte und doch auch wieder nicht. Die entsprechende Bewegung ist eine Art Winden, also eine unklare Bewegung, die sowohl zur einen Seite, aber auch zur anderen Seite führt. Solche Muster finden sich bei pathologischen Zuständen in der Leitbahnsehne.

Auf mikroskopischem Niveau stellt man eine Veränderung der Muskelproteine fest, den „strain“. Über neuronale Rückkopplungsmechanismen wird das vegetative Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen, das wiederum einen Einfluss auf den Stoffwechsel der inneren Organe hat. Auf diese Weise können Störungen im Organsystem mitverursacht werden.

Um mit Manakas Worten zu sprechen, eine Korrektur in der Software – in diesem Fall im Muskelapparat – könnte Veränderungen im somatoemotionalen Zustand hervorrufen. Abhängig von der Intensität und der Dauer der Beschwerden wird diese Korrektur über einen kürzeren oder längeren Zeitraum erfolgen müssen.

Beste Grüße

Heiko Schulze

 

 

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[1] Innerhalb einer Leitbahnsehne können Spannungen direkt übertragen werden. So können Kreuzschmerzen ihre Ursache in einer Spannungsquelle am Wadenbeinköpfchen haben und evtl. durch eine lokale Manipulation gelöst werden.