Borreliose: Diagnose und Therapie

Borreliose

Auch wenn das Wetter zu wünschen übrig lässt: es ist Sommer; die Jahreszeit in der wir uns viel draußen aufhalten.
Es ist auch die Zeit in der das Risiko wächst von Zecken befallen zu werden.
Erst kürzlich ist ein Bekannter von mir an Borreliose erkrankt.
Ein kräftiger und aufgeweckter junger Mann.
Anlass genug um diese Erkrankung in diesem Beitrag näher zu betrachten.

Infektion
Der Kontakt mit Borrelien muss nicht zu einer manifesten Krankheit führen. Ein Antikörpernachweis ist bei 20 Prozent der Patienten nach Stich einer mit Borrelien infizierten Zecke möglich. Nur zwei Prozent entwickeln ein Erythema migrans. Bei vielen Personen kann es somit zu einer „stillen Feiung“ kommen, diese sind ganz gesund.

Aufgrund der hohen Durchseuchung der Bevölkerung (zehn Prozent der Blutspender, 30 Prozent der Waldarbeiter, 70 Prozent bei 70-jährigen Jägern) lässt sich schwer ermitteln, bei welchen Patienten tatsächlich die nachgewiesene Borrelien-Infektion zu Beschwerden führt und bei welchen ganz andere Krankheiten dahinterstehen.‘ (Quelle: Österreichische ÄrzteZeitung)

Diagnostik
‚Bei Borreliose-Verdacht führen Antikörpertests oft in die Irre!

Borreliose ist eine der häufigsten falsch diagnostizierten Krankheiten. Experten raten, nur bei dringendem Verdacht das Blut auf Borreliose zu testen.

Bei Patienten mit Borreliose sind praktisch immer Antikörper im (Blut-)Serum nachweisbar. Bei früher Borreliose sind das IgM-Antikörper. Nach etwa vier bis sechs Wochen folgen dann IgG-Antikörper. „Patienten ohne IgG-Antikörper gibt es bei längerfristigen Verläufen so gut wie gar nicht“, sagte Professor Andreas Krause von der Rheumaklinik Wannsee.

Das Problem: Auch in der gesunden Bevölkerung haben viele Menschen IgG-Antikörper gegen Borrelien im Blut. Die Durchseuchung ist unterschiedlich hoch. In Berlin liege sie bei etwa zwölf Prozent, so Krause beim 33. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer. Die Folge: Wer bei undeutlichen Symptomen einen Borreliose-Test mache, könne auch würfeln, weil der positive Vorhersagewert allenfalls 50 Prozent erreiche, so der Experte.

Typisch für eine Borreliose Erkrankung ist die Erkrankung eines einzelnen großen Gelenks. Bei der Neuroborreliose kommt es vier bis sechs Wochen nach Zeckenstich zu brennenden, reißenden oder bohrenden nächtlichen Schmerzen in den Wurzelsegmenten der Spinalnerven, die schlecht auf konventionelle Analgetika ansprechen. ‚ (Quelle: Deutsche ÄrzteZeitung)

Auslöser
Wie so oft tappen wir hier im Dunkeln: Denn, wieso bricht die Erkrankung nicht bei jedem Infizierten auf?

Ich denke, dass hier der Faktor Stress eine große Rolle spielt. In dem Fall des Bekannten war vermutlich ein chiropraktischer Eingriff am Becken Auslöser (Lehrbuch der Osteopathischen Medizin, S. 160ff) der Erkrankung. Im weiteren Verlauf nach der Manipulation kam es zu einer entzündlichen Reaktion mit Wassersucht im Knie. Die Infizierung selbst stammt vermutlich aus dem Vorjahr.

Behandlung
Manaka zufolge macht es keinen Sinn im akuten Krankheitsstadium mit Akupunktur ‚herumzudoktern‘. Die Behandlung der Wahl ist in diesem Stadium eine systemische Antibiose.

Darüber hinaus erscheint es aber sinnvoll das Immunsystem zu stärken um chronische Krankheits- und Entzündungsprozesse zu stoppen.

Die Mittel der Wahl hierfür sind Akupunkturtechniken zur Stärkung des Qi und Moxibustion um Immunreaktionen zu verändern und zu stimulieren.

Aus eigener Erfahrung mit Erkrankten weiß ich auch, dass insbesondere der Rücken, also die Muskulatur, die der Brustwirbelsäule angrenzt, sehr verspannt ist. Dies gilt es ebenso in die Behandlung mit einzubeziehen. Wirkungsvoll sind hier auch Sotai-Techniken.

Quellen:

Print Friendly, PDF & Email
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Trackback URL für diesen Beitrag.