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Dr. Hashimoto hat festgestellt, dass es im Wesentlichen vier Faktoren sind, die zu unserem inneren Gleichgewicht beitragen.

1. Atmung (im Idealfall ist sie langsam, ruhig)

2. Bewegung (sie sollte moderat, entspannt sein)

3. Ernährung (damit meint er eine bewusste, zuckerarme Ernährung)

4. Denken (die Lebenseinstellung: sie sollte positiv sein, Dankbarkeit empfinden)

Im Idealfall herrscht in allen vier Punkten Ausgewogenheit. Doch das ist eher selten der Fall.
So kann ein Mensch, der sich normal bewegt, seine Gesundheit durch schlechte, nährstoffarme Ernährung deutlich negativ beeinflussen. Andererseits kann zum Beispiel ein ausgewogener Punkt, etwa die Atmung, einen vernachlässigten Bereich, beispielsweise die Ernährung ausgleichen.
Solange innerhalb dieses Systems also Ausgewogenheit herrscht, kann man sagen, der Mensch ist gesund.
Erst wenn mindestens einer dieser Pfeiler kollabiert, entsteht Krankheit.

· Umwelt: Auch die Umwelt beeinflusst das Körpergleichgewicht, zum Beispiel durch Stressfaktoren wie Lärm oder Hektik.

Schlüsselbeinbewegungen wahrnehmen

„Dein Körper ist dein Labor!“ pflegte mein Lehrer immer zu sagen. Bei ihm hieß das phasenweise, dass er eine Bewegung bis zu 10000-mal wiederholte um zu erfahren, ob sie für seinen Körper auch verträglich war. Anderenfalls musste das fehlerhafte Fragment korrigiert werden.

Nun, ich habe eine andere Herangehensweise als mein Lehrer. Bei mir stellen sich Veränderungen erst im Laufe der Zeit ein. Und mit der Veränderung entsteht ein neues Körperbewusstsein.

Propriozeption: Woher stammt das Bewegungsgefühl?

Die Bewegungen des Schlüsselbeins wahrzunehmen war mir persönlich nicht möglich. Wirklich, so sehr ich mich darauf konzentrierte, da fühlte ich nicht wirklich etwas. Auch Bilder von Spiralen oder Kurbeln halfen nicht viel.

Ich meine verstanden zu haben, dass der Grund dafür der ist, dass der Knochen an sich keine große Afferenz verursacht. Die Wahrnehmung des Schlüsselbeins geschieht anders.

Schultermuskeln

Rautenmuskel

Sägemuskel

Es ist die Information, die die Muskulatur liefert, die ein Bild des Bereichs entstehen lässt. Im Gehirn entsteht daraus dann die Vorstellung des Schlüsselbeins.

Die Stimulationen der Muskelspindeln durch Zug und Druck – durch Anspannung und Entspannung – liefern diese Information.

Wie ich meine sind dabei vorrangig die oben beschriebenen Muskelgruppen beteiligt.

Das Schulterblatt

Das Schulterblatt gleitet über den Rücken. Mit Name der Rauten- und der (vordere) Sägemuskel sind an seinen Bewegungen beteiligt. Diese beiden Muskelgruppen sorgen für einen dichten Kontakt mit dem Brustkorb.

Steht die untere Spitze ab, heißt das Flügelschulter. Der Gleitmechanismus ist dann gestört! Das hat auch Konsequenzen für das Schlüsselbein, das jetzt auch nicht optimal steht und Ausweichbewegungen macht.

Das Schlüsselbein

Das Schlüsselbein wird bedeckt vom Pektoralis major, dem großen Brustmuskel – der vermutlich als größte Wahrnehmungsquelle dient – und dem Deltamuskel.

Wenn sich das Schulterblatt und der Oberarm synchron bewegen, dann macht das Schlüsselbein keine Ausweichbewegungen: Seine Bewegungen bleiben tendenziell in einer Ebene und es findet eine leichte Drehung um die Längsachse – entsprechend der Drehung des Oberarms – statt.

Der Brustmuskel dient hierbei als Überträger von Spannung und bildet eine Verbindung vom Oberarm zum Schlüsselbein.

Der Schulter- und der Beckengürtel – sie kennen einander!

Wenn das Gewicht beim Anheben des Arms auf den gleichnamigen Fuß verlagert wird dann sind die Schultergürtelmuskeln stärker in Vorspannung. Die Muskelkraft wird effektiver auf den Arm übertragen. Der Bewegungsausmaß nimmt zu.

Clips

Schlüsselbein Sotai

Achten Sie auch auf die Bewegungen der Füße und die Gewichtsverlagerung.

Diagonalität

Im Sotai heißt es, dass der Körper seine Balance verliert, wenn er sich nicht konform den Naturgesetzen bewegt.

Ich habe begriffen, dass es zumindest derer zwei sind, die es zu beachten gilt:

  • Bewegen mit der Schwerkraft
  • Diagonal bewegen

In diesem Beitrag möchte ich die Diagonalität in den Bewegung betonen, also das Bewegen über Kreuz.

Dazu betrachten wir zwei Bewegungen, die so oder in variierter Form im Alltag häufig auftreten.

Aufheben

Wenn wir einen Gegenstand vom Boden aufheben achten wir nicht mehr darauf, wie wir es tun. Beobachten Sie sich doch bitte einmal dabei: Achten Sie auf die Stellung Ihrer Füße.

Und? Welcher Fuß steht vorne?

In bestimmt 80 Prozent ist es der rechte (oder der linke bei Linkshändern).

Das ist ein Problem, denn hierbei verdrehe ich die Wirbelsäule! Stellen Sie sich vor, jetzt wirken da Ihr Körpergewicht plus das Gewicht des Gegenstands auf die verdrehte Wirbelsäule ein!

Gewichtsverlagerung über Kreuz (linker Fuß, rechte Hand)

Hochstemmen

Das Bewegungsmuster des Hochhebens ist da schon anders. Meistens machen wir es da richtig. Denken Sie an die Tasse, die Sie in den Hängeschrank stellen. Hier ist es der gleichnamige Fuß, über den das Gewicht verlagert wird.

Gewichtsverlagerung über den gleichnamigen Fuß

Alltag

Jetzt führen wir diese zwei Bewegungen einmal weiter. Wie werden diese Bewegungen beispielsweise beim Essen integriert?

Wir sitzen auf dem Stuhl und schneiden das Fleisch: Die rechte Hand ist aktiv, das Gewicht des Rumpfs ruht also mehr über dem linken Sitzbein

Anschließend führen wir das Stück mit der Gabel (welche in der linken Hand ruht) zum Mund. Hierbei bleibt das Gewicht noch immer über dem linken Sitzbein.

Was bedeutet das? Nach Dr. Hashimoto gilt generell, dass das Standbein beim Rechtshänder das linke sein sollte! Sollte dies nicht der Fall sein, könnte eine skoliotische Verformung in der Wirbelsäule vorliegen. Und dies wird dann wieder Ursache für Verspannungen sein.

Um also das Rückgrat zu schützen sollten wir lernen dieses Prinzip in der Praxis konsequent umzusetzen.

Clip

Hier kann man das schön sehen, wie der Rumpf gerade bleibt und damit geschützt ist. Achten Sie auch auf die Gewichtsverlagerung.

Das Gesetz der Wechselwirkung

Das Gesetz der Wechselwirkung (Doji sokan sohosei)

Wie schon im ersten Newsletter beschrieben beschreibt Dr. Hashimoto im Wesentlichen vier Faktoren die dafür verantwortlich sind zu unserer Gesundheit beizutragen.

Ich möchte sie im Folgenden kurz wiederholen und mich heute vor allem auf den Faktor des Denkens konzentrieren.

Die vier Faktoren (4 + 1)

Dr. Hashimoto hat festgestellt, dass es im Wesentlichen vier Faktoren sind, die zu unserem inneren Gleichgewicht beitragen.

1.      Atmung (im Idealfall ist sie langsam, ruhig)

2.      Bewegung (sie sollte moderat, entspannt sein)

3.      Ernährung (damit meint er eine bewusste, zuckerarme Ernährung)

4.      Denken (die Lebenseinstellung: sie sollte positiv sein, Dankbarkeit empfinden)


Im Idealfall herrscht in allen vier Punkten Ausgewogenheit. Doch das ist eher selten der Fall.
So kann ein Mensch, der sich normal bewegt, seine Gesundheit durch schlechte, nährstoffarme Ernährung deutlich negativ beeinflussen. Andererseits kann zum Beispiel ein ausgewogener Punkt, etwa die Atmung, einen vernachlässigten Bereich, beispielsweise die Ernährung ausgleichen.
Solange innerhalb dieses Systems also Ausgewogenheit herrscht, kann man sagen, der Mensch ist gesund.
Erst wenn mindestens einer dieser Pfeiler kollabiert, entsteht Krankheit.

  • Umwelt: Auch die Umwelt beeinflusst das Körpergleichgewicht, zum Beispiel durch Stressfaktoren wie Lärm oder Hektik.

Unser Organismus ist ein eigener Mikrokosmos. Kommunikation mit der Umwelt, also eine Verbindung zwischen der inneren und äußeren Welt wird nur dann reibungsfrei funktionieren, wenn innerhalb des eigenen Systems Ausgewogenheit herrscht.

Man könnte sich für unsere Gesellschaft vorstellen, dass der äußere Zustand ein Spiegel des inneren ist. Vielleicht entwickelt sich eine harmonische Gesellschaft nur dann, wenn das Individuum in sich ruhen und alsdann harmonisch in Verbindung mit der Umwelt treten kann.

Vielleicht erleben wir im Lachen einen Moment, der der Dankbarkeit nahekommt. Lachen ist ein Zustand, indem wir uns gut fühlen. Gleichzeitig passiert auch etwas Körperliches: denn die Bauchmuskeln und das Zwerchfell werden aktiviert.