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Pause zwischen den Atemzügen. Gemeint ist ein Schwingungszustand des Steißbeins. Die Kraft sammelt sich im Unterbauch.

Körperentwicklung: Vor- und Rückbeuge

Übungen zur Körperentwicklung

2009 habe ich die Selbstübungsreihe – Die 8 Bewegungen (Körperentwicklung) im Raum – aus dem Sotaiho auf meiner Webseite veröffentlicht.
Das war vor vier Jahren …

Die Vor- und die Rückbeuge

Aus dieser Übungsreihe möchte ich in diesem Beitrag auf Übung 3 – Beugen und Strecken – (Frame Nr. 12) näher eingehen. Dieser Tage habe ich sie erneut betrachtet.

Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine Übung für die Fersengefässe ist (Außerordentliche Meridiane und X-Signalsystem) und das ich beim Ausführen der Bewegung folgende Details deutlicher wahrnehme.

Die Vorbeuge, bei der das Gewicht nach hinten verlagert wird, stimuliert das Yang Fersengefäss – Yang Qiao Mai.
(Beim Hochkommen darauf achten, das Gewicht noch ein Stückchen weiter nach hinten zu verlagern: der Kopf kommt jetzt von selbst hoch)
Beim Strecken wird der Du Mai – Lenkergefäss stimuliert. Hier verlagere ich das Gewicht in Richtung Vorfuss: Ich schiebe den Bauch nach vorne und stemme mich in die Streckung; der Kopf folgt zuletzt.
(Bei der Rückkehr leitet der Kopf die Bewegung ein.)
Die Bewegung wird dadurch vitaler!

Kumbhaka erfahren

Wie im Beitrag Der Zentralkanal bereits beschrieben durchdringt ein achsenartiges Gefäß unseren Körper. Durch die richtige Beckenhaltung entspannt der Schultergürtel, Schwingung entsteht im Bereich des Steißbeins. Dieses Gefühl nehme ich im Anschluss an die Übungen sehr deutlich wahr.

Torus

Das Bild eines Torus hilft, sich vorzustellen, wie sich die Schwingung im Körper etabliert. Diese zieht vom Steißbein hoch und kräftigt die Schulterblattmuskulatur. Das Brustbein wiederum entspannt und die Flanken weiten sich. Insgesamt ergibt sich ein angenehmens Gefühl …

Siehe auch: Kumbhaka – Raja-Yoga

Kumbhaka – Raja-Yoga

Im Raja-Yoga wird die Entwicklung des Geistes angestrebt. Der Lehrer meines Lehrers war ein Schüler von Nakamura Tempu. Tempu war der erste Japaner, der das Raja-Yoga in sein Land einführte.

Tempus Interpretation dieser Yogaschule konzentriert sich auf den körperlichen Aspekt, im Zentrum steht die Kontrolle der unteren Schleuse (des Mula Bandhas). Diese Kontrolle steht in engem Zusammenhang mit der Atmung. Sie wird Kumbhaka genannt.

Meinem Lehrer Kenji Hayashi zufolge, ist das Kumbhaka kein philosophisches Konstrukt, sondern stellt eine weltliche Erfahrung dar. Er beschreibt es als ein Ziehen im Bereich des Steißbeins/Aftermuskels.

Nun, ich habe lange Zeit gerätselt, was es damit auf sich hat. Doch langsam beginne ich zu erahnen, was diese Lehrer meinen: „Wenn mein Becken richtig steht, entspannt sich der Bereich unter dem Brustkorb (das Sonnengeflecht). Das Brustbein wird entspannt, die Schultern liegen locker auf meinem Brustkorb, der Kopf kann nach vorne und oben aufsteigen.“

Jetzt empfinde ich, dass da eine Verbindung zwischen dem Kopf und dem Aftermuskel besteht. Eine Art innerer Kanal, auch Sushumna genannt. Wenn gleichzeitig die Energie in diesem Kanal nach oben steigt und auf der Körperoberfläche absinkt, dann kann ich meinen Schulter-/Nackenbereich loslassen: Eine tiefe Entspannung stellt sich ein.

Siehe auch Körperentwicklung: Vor- und Rückbeuge