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archaisches Grundregulationssystem. Der Begriff stammt von Dr. Manaka. Gemeint sind wahrscheinlich die acht außerordentlichen Gefäße, die unserem physischen Körper eine energetische Grundstruktur geben. S. Meridiansystem

Körperentwicklung: Vor- und Rückbeuge

Übungen zur Körperentwicklung

2009 habe ich die Selbstübungsreihe – Die 8 Bewegungen (Körperentwicklung) im Raum – aus dem Sotaiho auf meiner Webseite veröffentlicht.
Das war vor vier Jahren …

Die Vor- und die Rückbeuge

Aus dieser Übungsreihe möchte ich in diesem Beitrag auf Übung 3 – Beugen und Strecken – (Frame Nr. 12) näher eingehen. Dieser Tage habe ich sie erneut betrachtet.

Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine Übung für die Fersengefässe ist (Außerordentliche Meridiane und X-Signalsystem) und das ich beim Ausführen der Bewegung folgende Details deutlicher wahrnehme.

Die Vorbeuge, bei der das Gewicht nach hinten verlagert wird, stimuliert das Yang Fersengefäss – Yang Qiao Mai.
(Beim Hochkommen darauf achten, das Gewicht noch ein Stückchen weiter nach hinten zu verlagern: der Kopf kommt jetzt von selbst hoch)
Beim Strecken wird der Du Mai – Lenkergefäss stimuliert. Hier verlagere ich das Gewicht in Richtung Vorfuss: Ich schiebe den Bauch nach vorne und stemme mich in die Streckung; der Kopf folgt zuletzt.
(Bei der Rückkehr leitet der Kopf die Bewegung ein.)
Die Bewegung wird dadurch vitaler!

Kumbhaka erfahren

Wie im Beitrag Der Zentralkanal bereits beschrieben durchdringt ein achsenartiges Gefäß unseren Körper. Durch die richtige Beckenhaltung entspannt der Schultergürtel, Schwingung entsteht im Bereich des Steißbeins. Dieses Gefühl nehme ich im Anschluss an die Übungen sehr deutlich wahr.

Torus

Das Bild eines Torus hilft, sich vorzustellen, wie sich die Schwingung im Körper etabliert. Diese zieht vom Steißbein hoch und kräftigt die Schulterblattmuskulatur. Das Brustbein wiederum entspannt und die Flanken weiten sich. Insgesamt ergibt sich ein angenehmens Gefühl …

Siehe auch: Kumbhaka – Raja-Yoga

Zuckerkrankheit

Die Zuckerkrankheit ist eine sehr verbreitete chronische Krankheit. Bei dieser Krankheit fehlt ein Hormon, dass für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist, das Insulin.

Der Diabetes wird unterschieden in eine altersbedingte und eine bereits in jungen Jahren auftretende Form.

Heutzutage sind die Patienten sehr gut medikamentös eingestellt. D. h., dass ich in meiner Praxis im Grunde keine Patienten mit einer Fragestellung rundum diese Erkrankung sehe.

Aber sie kommen natürlich wegen anderer Probleme. In dem Fall, von dem ich hier berichte, waren es chronisch Nackenprobleme wegen derer ich aufgesucht wurde.

Aus fernöstlicher Sicht deuten chronische Erkrankungen immer auf eine Schwäche des Funktionskreises der Nieren hin. Die Behandlung zielte also auf eine Stabilisierung dieses Meridians …

Nach der dritten Behandlung dann erklärte mir der Patient, dass einige Tage nach der Behandlung die Wirkung des Insulins länger anhielte. Das sei so ein Nebeneffekt, der ihm auffiele …

Nun, wo ist der Zusammenhang? Die plausibelste Erklärung scheint mir, dass durch die Stimulierung des Funktionskreises Niere die Produktion von Glukokortikoiden aus der Nebennierenrinde gedrosselt wird.

Während ein hoher Spiegel von Kortikoiden für ein erhöhtes Stressniveau spricht, deutet ein niedriger auf Entspannung hin. Entspannung bedeutet hier: sammeln! Ich denke, dass durch Sammlung der Kraft im Bereich der Nieren sich eine innere Mitte etabliert, eine Art ruhender innerer Pol, der das Aktivitätsniveau der äußeren Strukturen verringert. Über Rückkopplungsmechanismen wird die Menge des Stresshormons nach unten korrigiert.

Dr. Manaka hat dafür eine Erklärung parat, die ich in der fünften Ausgabe
des Newsletter besprochen habe.

Selbstheilung

Einfache Organismen sind in der Lage selbst schwerste Verletzungen zu kurieren. Am Beispiel von Planarien zeigt sich dies: diese wenige Millimeter langen Strudelwürmer sind in der Lage sich aus einer (!) intakten Zelle vollständig zu regenerieren. Selbst eine funktionierende Zelle einer anderen Planarie reicht aus, um einen toten Wurm zu reanimieren (ZEIT Nr. 30, 21.07.2011, Seite 30).

Aber je komplexer ein Organismus aufgebaut ist, desto mehr spezialisierte Zellverbände gibt es. Dies geht zulasten der Regenerationsfähigkeit.

Im Extremfall kann der Körper durch seine Schutzmechanismen vorhandenen Gewebeschaden sogar noch verschlimmern.

Hier kommt der Therapeut ins Spiel! Manaka zufolge (s. Newsletter 4) liegen allen Körperprozessen archaische Regulationsmechanismen zugrunde. In der Akupunktur wird auf diese Systeme Einfluss genommen. Sotaiho erweitert das Wirkspektrum, indem es Dysbalancen im Körper und damit verbundene vegetative Reaktionen reguliert.

Ich glaube, dass eine chronische Krankheit sanfter therapeutischer Handlungen bedarf: Der Körper benötigt wiederkehrende, klare Informationen, die ihn in die Lage versetzen, seine Selbstheilungskräfte anzuwenden. Und das kann – gerade bei langandauernden Erkrankungen – nur über einen längeren Zeitraum erfolgreich sein.

Das dynamisierende Ki zwischen den Nieren

Nach altchinesischer Auffassung befindet sich der Konzentrationsort von Yin und Yang zwischen den Nieren, er wird auch Ming Men genannt. Von hier aus werden die physiologischen Prozesse im Körper angeregt.

Wer sich mit der chinesischen Medizin beschäftigt hat, der weiß um diese Idee. Alles Leben kommt aus dem Wasser und die Nieren sind der Ort an dem der Körper zwischen dem Wasser und dem Salz wählt.

Die zwei Pole Yin und Yang sind den Wandlungsphasen Wasser und Feuer zugeordnet. Sie sind die gegensätzlichsten Pole innerhalb der fünf Wandlungsphasen. Und diese zwei treffen sich an einem Ort zwischen den Nieren, den man Ming Men nennt, das Lebenstor. Er befindet sich auf dem Niveau des dritten Lendenwirbels.

In den fernöstlichen Bewegungskunstformen wird immer wieder auf die Notwendigkeit einer stabilen und klaren Hüfte hingewiesen. Mit „Hüfte“ ist der Lendenbereich gemeint. Wenn sich die Hüfte im Gleichklang mit Händen und Füßen bewegt, dann werden die Handlungen anmutig und effektiv.

Die Grundenergie kann dann in ausreichendem Maße fließen und die Achse sich frei ausrichten. Beim Sotai wird gerade auf die Adjustierung dieses Bereichs großer Wert gelegt. Die Balance im Lendenbereich ist die Basis für unser Wohlbefinden.